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kiwerkzeuge Werkzeug einreichen

KI-Tool-Einkauf: Checkliste für DACH

24 Fragen in fünf Abschnitten. Nicht danach sortiert, was ein Werkzeug kann, sondern danach, woran seine Einführung in einem Unternehmen in der Schweiz, Deutschland oder Österreich üblicherweise scheitert.

1. Vertragspartner und Recht

4 Punkte
Wer steht im Vertrag – die europäische Tochter oder die Muttergesellschaft im Ausland?
Welches Recht gilt, und wo ist der Gerichtsstand?
Gibt es eine Anschrift und einen Menschen, den Sie im Streitfall erreichen?
Bei Anbietern ausserhalb der EU: ist ein Vertreter nach Art. 27 DSGVO benannt?

2. Datenschutz

6 Punkte
Liegt ein Auftragsverarbeitungsvertrag vor, und ab welchem Tarif?
Ist der Serverstandort genannt – und wählbar oder nur zugesagt?
Sind die Unterauftragsverarbeiter öffentlich gelistet, mit Benachrichtigung bei Änderungen?
Sind Ihre Eingaben vom Training ausgenommen – standardmässig oder erst nach Opt-out?
Welche Löschfristen gelten, auch für Sicherungskopien und Protokolle?
Brauchen Sie für diesen Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung?

3. Abrechnung und Beschaffung

5 Punkte
Rechnung auf das Unternehmen, mit ausgewiesener Mehrwertsteuer?
Zahlung per Rechnung möglich, oder nur Kreditkarte?
Wie werden Preise pro Nutzer, pro Verbrauch oder pro Kontingent berechnet – und was passiert bei Überschreitung?
Kündigungsfrist und Laufzeit: monatlich, jährlich, automatische Verlängerung?
Preisgarantie für die Laufzeit, oder Anpassung jederzeit?

4. Betrieb und Sicherheit

5 Punkte
Gibt es eine Rechteverwaltung und Single Sign-on?
Lassen sich Konten zentral entziehen, wenn jemand das Unternehmen verlässt?
Gibt es ein Protokoll darüber, wer was eingegeben hat?
Liegt eine unabhängige Zertifizierung vor (ISO 27001, SOC 2), mit Geltungsbereich und Datum?
Wie wird über Sicherheitsvorfälle informiert, und in welcher Frist?

5. Ausstieg

4 Punkte
Kommen Sie an Ihre Daten heraus – vollständig, in einem brauchbaren Format?
Was passiert mit den Daten nach Vertragsende, und wann genau?
Sind Ergebnisse auch ohne das Werkzeug weiterverwendbar, oder liegen sie in einem geschlossenen Format?
Wie gross wäre der Aufwand für einen Wechsel in zwei Jahren?

Die drei Punkte, an denen es meistens hängt

Erstens der Auftragsverarbeitungsvertrag: im kostenlosen Tarif gibt es ihn fast nie, und der Pilotbetrieb läuft trotzdem schon mit echten Daten. Zweitens die Abrechnung – viele Anbieter stellen ausschliesslich auf Kreditkarte um, was in der Beschaffung mancher Unternehmen schlicht nicht vorgesehen ist. Drittens der Ausstieg, an den beim Kauf niemand denkt und der zwei Jahre später den Wechsel verhindert.

Keine Rechtsberatung. Diese Liste ordnet Fragen; ob ein Einsatz zulässig und sinnvoll ist, entscheiden Sie mit den dafür zuständigen Stellen in Ihrem Haus. Siehe Haftungsausschluss.

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